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Bikerboots und Sicherheitschuhe: Alles über Stahlkappen und rutschfeste Sohlen
Die Geschichte der Bikerboots beginnt im amerikanischen Bürgerkrieg. Die Soldaten trugen dort robuste und unempfindliche Armeestiefel. Nach Ende des Krieges wurde im Wilden Westen, auch nach geeignetem Schuhwerk gesucht, welches bei der täglichen Arbeit nützlich war. Nach kleinen Anpassungen der Armeestiefel wurden somit die Cowboystiefel geboren. Als die Motorisierung Einzug hielt, brauchten auch die Gruppe der Mottoradfahrer robustes Schuhwerk. Eine weitere Abwandlung der Armeestiefel war erfunden, der sogenannte Bikerboot. Damals noch aus robusten, ölbeständigen Rindsleder unter Verwendung einer Stahlkappe zum Schutz der Zehen hergestellt, erfüllt der Bikerboot dato mehr und mehr die Funktion des Mode- und Designschuhs. Für die reine Funktion des Motorradfahrens wurde der Bikerboots bereits, durch den wesentlich besser hierfür ausgelegten Motorradstiefel, ersetzt. Dieser ist zum großen Teil aus wasserundurchlässigen aber atmungsaktive Gore-Tex-Stoffen gefertigt und weist zusätzlich wesentlich mehr Sicherheitsfunktionen auf, als der heutzutage produzierte Bikerboot. Für Nostalgiker und die Personen, die auch heute noch den Bikerboot für seine Ursprungsfunktion nutzen, gibt es natürlich den Bikerboot auch dato noch mit Stahlkappe. Die ursprünglichen grundsätzlichen Merkmale dieser Stiefel sind allerdings geblieben. Der V-förmige Schaft, sowie das robuste und wasserabweisende Rindsleder und eine doppelte Ledersohle (heute auch meist aus Gummi) sowie nicht zuletzt die obligatorische Biker Schnalle. Ein weitere Schuhkategorie mit Stahlkappe ist der Sicherheitsschuh. Hier steht die ursprüngliche Funktion dieses Schuhwerks, nämlich „Sicherheit“ , im Vordergrund. Sicherheitsschuhe sind Schutzkleidung und somit von den Berufsgenossenschaften aus, in diversen Berufszweigen, wie zum Beispiel im Bauwesen, bei diversen Handwerksbetrieben, im Garten- und Landschaftsbau, bei der Feuerwehr bis hin zu Köchen in der Gastronomie, vorgeschrieben. Den Sicherheitsschuh gibt es in diversen Kategorien, welche genormt sind. Grundsätzlich gibt es den Schuh als halb- oder halbhohen (bis über den Knöchel) Schuh, welcher i.d. Regel mit einem Schutzkappe aus Stahl ausgestattet ist. Für die Schutzkappe kommen dato aus Gewichtsgründen aber auch Materialien wie Aluminium, Titan oder Kunststoff zum Einsatz. Das Obermaterial ist aus Leder und die Sohle auseinem rutschhemmendem Gummi gefertigt. Je nach Klasse wird in Sicherheitsschuhen auch eine durchtrittsichere Sohle eingearbeitet. Sie schützt den Fuß vor Verletzungen durch Nägel oder andere spitze Gegenstände. Die genormten Sicherheitsklassen definieren sich wie folgt: • SB – Sohle ist resistent gegen Öl und Benzin • S1 – wie SB aber zusätzlich antistatische + Energieaufnahme im Fersenbereich • S1P – wie S1 aber Durchtrittsicherheit • S2 – wie S1 + wasserundurchlässig • S3 – wie S2 + Durchtrittsicherheit • S4 – wie S1, Schuhoberteil ist aus Gummi oder Kunststoff ( Stiefel ) • S5 – wie S4, zusätzlich durchtrittsicher Sicherheitsschuhe sind auch dem Modetrend unterlegen. Entgegen der Bikerboots werden Sicherheitsschuhe aber alles in Allem immer noch dezent gehalten. Designer versuchen sich also derzeit noch nicht hieran. Lediglich renommierte Hersteller von Sportbekleidungen, bieten dato bereist schon die Sicherheitsschuhe an.